Die richtige Ernährung in den Wechseljahren: So unterstützt Du Deinen Körper

Autorin: Annika HuberArtikel veröffentlicht am: 14.01.2026
Warum eine bewusste Ernährung in den Wechseljahren wichtig ist
Vorteile einer bewussten Ernährung:
- Stoffwechsel anregen: Durch eine gezielte Ernährungsumstellung in den Wechseljahren bleibt der Stoffwechsel aktiv und kann eine Gewichtszunahme verhindern.
- Hormonelle Balance unterstützen: Eine angepasste Wechseljahre Ernährung kann Hormone ersetzen oder zumindest positiv beeinflussen.
- Beschwerden lindern: Symptome wie Hitzewallungen, Gelenkschmerzen und Schlafprobleme lassen sich mit der richtigen Ernährung reduzieren.
Ernährungstipps bei typischen Beschwerden in den Wechseljahren
Ernährung bei Hitzewallungen
- Vermeide scharfe Speisen, Alkohol und Koffein, da sie die Durchblutung anregen und Hitzewallungen verstärken können.
- Bevorzuge Lebensmittel mit Phytoöstrogenen (z. B. Sojaprodukte, Leinsamen), da sie auf natürliche Weise den Hormonhaushalt unterstützen können.
Ernährung bei Gelenkschmerzen
- Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Lachs, Walnüssen, Chiasamen) helfen, Entzündungen zu reduzieren.
- Antioxidantienreiche Lebensmittel (Beeren, grünes Gemüse) unterstützen die Zellgesundheit und beugen Entzündungen vor.
Ernährung bei Schlafproblemen
- Vermeide koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzen Tee am Nachmittag und Abend, da sie den Schlaf stören können.
- Setze auf magnesiumreiche Lebensmittel wie Nüsse, Vollkornprodukte und grünes Blattgemüse, da Magnesium entspannend wirkt und die Schlafqualität verbessern kann.
- Beruhigende Kräutertees wie Kamille, Baldrian oder Lavendel können helfen, den Körper auf eine erholsame Nachtruhe vorzubereiten.
Diese Lebensmittel solltest Du vermeiden

Zuckerhaltige Produkte
- Fördern Gewichtszunahme und Blutzuckerschwankungen, was das Risiko für Diabetes und Heißhungerattacken erhöht. Zudem können sie Entzündungen im Körper begünstigen und die Hautalterung beschleunigen.
Fertigprodukte
- Enthalten oft viele Zusatzstoffe, die Entzündungen fördern können. Zudem sind sie häufig stark verarbeitet, was den Nährstoffgehalt verringert. Viele Fertigprodukte enthalten auch versteckte Zucker und ungesunde Fette, die sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken können.
Alkohol & Koffein
- Können Schlafprobleme und Hitzewallungen verstärken. Alkohol belastet zudem die Leber, die eine zentrale Rolle im Hormonstoffwechsel spielt, und kann den Östrogenspiegel negativ beeinflussen. Koffein wiederum kann die Nebennieren belasten und so das Stresslevel erhöhen, was zu weiteren hormonellen Ungleichgewichten führt.
Transfette und gesättigte Fette
- In Fast Food, frittierten Speisen und industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten, können sie Entzündungen verstärken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Zudem können sie den Hormonhaushalt stören und die Gewichtszunahme begünstigen.
Stark salzhaltige Lebensmittel
- Ein hoher Salzkonsum kann Wassereinlagerungen und Bluthochdruck fördern. Besonders Fertiggerichte, Chips und gesalzene Snacks enthalten oft große Mengen an verstecktem Salz, das den Körper belastet.
Wichtige Mineralstoffe,
Vitamine und Spurenelemente
- Vitamin D und Kalzium für starke Knochen: In den Wechseljahren erhöht sich das Risiko für Osteoporose. Vitamin D hilft deinem Körper, Kalzium besser aufzunehmen. Gute Quellen sind fetter Fisch, Eier und angereicherte Lebensmittel. Kalzium findest du in Milchprodukten, Mandeln und grünem Gemüse.
- Magnesium für Muskelentspannung und Stressabbau: Magnesium kann bei Schlafproblemen und innerer Unruhe helfen. Es steckt in Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und Bananen.
- Eisen gegen Müdigkeit: Der Eisenbedarf kann in den Wechseljahren sinken, bleibt aber für die Energieproduktion wichtig. Rotes Fleisch, Spinat, Hülsenfrüchte und Kürbiskerne sind gute Eisenquellen.
- Phytoöstrogene aus Sojaprodukten: Phytoöstrogene wirken ähnlich wie das Hormon Östrogen und können Wechseljahresbeschwerden lindern. Sie sind in Sojabohnen, Tofu, Leinsamen und Kichererbsen enthalten.
Heilkräuter als natürliche Unterstützung
- Salbei gegen Hitzewallungen: Salbeitee oder -extrakte können Hitzewallungen lindern. Die Pflanze wirkt kühlend und beruhigend auf das Nervensystem.
- Mönchspfeffer für die Hormonbalance: Mönchspfeffer wird häufig bei hormonellen Schwankungen eingesetzt und kann Stimmungsschwankungen und Schlafprobleme mildern.
- Johanniskraut gegen Stimmungsschwankungen: Dieses Heilkraut wird traditionell bei leichten depressiven Verstimmungen verwendet. Es ist wichtig, vor der Anwendung Rücksprache mit einem Arzt zu halten, da es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben kann.
- Schwarzkümmelöl für Entzündungen: Schwarzkümmelöl enthält wertvolle Fettsäuren und Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken und die Hautgesundheit unterstützen können.
Praktische Tipps für die Ernährung in den Wechseljahren
- Regelmäßige Mahlzeiten: Sie helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Heißhungerattacken zu vermeiden.
- Viel trinken: Achte auf 1,5–2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich, um Deinen Stoffwechsel zu unterstützen.
- Kleine Sünden erlaubt: Gönn Dir gelegentlich etwas Süßes, aber setze auf gesündere Alternativen wie dunkle Schokolade.
Wie man trotz Wechseljahren abnehmen kann
- Eiweißreiche Ernährung: Fördert den Muskelerhalt und regt den Stoffwechsel an.
- Komplexe Kohlenhydrate: Statt Weißmehl besser auf Vollkornprodukte setzen.
- Regelmäßige Mahlzeiten: Helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden.
- Ausreichend Bewegung: Krafttraining und Ausdauersport unterstützen die Fettverbrennung.
- Bewusste Portionskontrolle: Kleinere Portionen essen und langsamer kauen.
Rezept-Ideen für die Wechseljahre
Hormonfreundlicher Frühstücks-Smoothie
- 1 Banane
- 1 EL Leinsamen
- 200 ml Sojamilch
- 1 TL Zimt
- 1 Handvoll Beeren
- Bananen schälen und in grobe Stücke schneiden.
- Alle Zutaten (Banane, Leinsamen, Sojamilch, Zimt, Beeren) in einen Mixer geben.
- Alles pürieren, bis eine cremige, gleichmäßige Masse entsteht.
- Nach Belieben mit etwas mehr Sojamilch verdünnen, falls der Smoothie zu dick ist.

Entzündungshemmender Lachs-Salat
- 100 g Lachs (gegrillt)
- 1 Handvoll Rucola
- 1 Handvoll Kirschtomaten
- 1 EL Olivenöl
- Pinienkerne
- Zitronensaft
- Lachs grillen oder braten, in mundgerechte Stücke teilen.
- Rucola waschen, Tomaten halbieren.
- Alles auf Tellern anrichten, Pinienkerne und Lachs darauf verteilen.
- Dressing aus Olivenöl und Zitronensaft mischen, darüberträufeln.

Fazit: Die Ernährung macht den Unterschied
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- Physiologische Grundlagen der Wechseljahre, die hormonelle Umstellung und ihre physiologische und psychologische Auswirkung auf den Organismus
- Phasen der Wechseljahre
- Ernährung in den Wechseljahren
- Möglichkeiten der Entspannung
- Ausdauertraining und seine Chancen in den Wechseljahren
- Naturheilkunde in den Wechseljahren
- Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Schüßler und Kneipp
- Psychische und mentale Möglichkeiten der Bewältigung
- Wesen, Nutzen und Risiken der Phytoöstrogene und Phytogestagene
- Wesen, Nutzen und Risiken der Hormonersatztherapie
- Begleitende Maßnahmen zur Hormonersatztherapie
- Didaktische Grundlagen der Wechseljahrberatung
- Das Beratungsgespräch
- Die Einzel- und Gruppenberatung
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