Pflege ohne Schichtdienst: 7 Wege zu geregelten Arbeitszeiten

Autor: Kathlen EisenmengerVeröffentlicht am 26. August 2026
Pflegefachkraft in der Tagespflege betreut eine ältere Dame am Vormittag.
Key Takeaways 
  • Laut der europäischen NEXT-Studie (BAuA) denken 18,4 % der Pflegekräfte in Deutschland mehrfach monatlich über einen Berufsausstieg nach, vor allem jüngere Beschäftigte. 
  • Es gibt mindestens sieben anerkannte Wege für Pflege ohne Schichtdienst, mit planbaren Arbeitszeiten ohne klassischen Drei-Schicht-Betrieb. 
  • Der Wechsel aus dem Schichtdienst gelingt meist über eine berufsbegleitende Weiterbildung, nicht über einen kompletten Berufswechsel. 
  • Pflegefachkräfte verdienen laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median 4.329 € brutto im Monat (Stand 2024/2025), auch in Bereichen ohne Schichtdienst. 
  • Die Fernakademie für Gesundheitsberufe bietet mit Weiterbildungen wie Pflegeberatung nach § 7a SGB XI, Qualitätsbeauftragte:r im Gesundheitswesen, Case Management sowie Leitung von Tagespflege- und ambulanten Einrichtungen mehrere staatlich zugelassene Wege in die Pflege ohne Schichtdienst. 
Du bist Pflegefachkraft und hast genug von Nachtschichten und ständig wechselnden Dienstplänen? Bei der Suche nach Stellenangeboten für Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Krankenschwestern fällt schnell auf, dass viele Wege in der Pflege eine bessere Work-Life-Balance ermöglichen, ohne dass Du dafür Deine Karriere im Gesundheitswesen aufgeben musst.  Es gibt mehrere anerkannte Möglichkeiten, die Berufserfahrung zu nutzen und trotzdem aus dem Schichtdienst auszusteigen. Dieser Artikel zeigt sieben davon als Alternative zum klassischen Schichtdienst und passende Weiterbildungen, mit denen sich der Wechsel Schritt für Schritt konkret umsetzen lässt.
Inhaltsverzeichnis 
  • Warum wollen so viele Pflegekräfte aus dem Schichtdienst raus?
  • Weg 1: Pflegeberatung nach § 7a SGB XI
  • Weg 2: Tagespflege
  • Weg 3: Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
  • Weg 4: Funktionsdienste: Anästhesie, OP, Endoskopie
  • Weg 5: Verwaltung und Pflegedienstleitung
  • Weg 6: Ambulante Pflege statt stationäre Pflege
  • Weg 7: Pflegefachliche Begutachtung
  • Vergleich der sieben Wege auf einen Blick
  • Checkliste: So gelingt der Wechsel aus dem Schichtdienst

Warum wollen so viele Pflegekräfte aus dem Schichtdienst raus?

 Nachtschichten, Wochenenddienste und kurzfristige Dienstplanänderungen zählen zu den häufigsten Gründen für Unzufriedenheit in der Pflege. Schichtarbeit stört den natürlichen Biorhythmus, erschwert die Dienstplangestaltung im privaten Umfeld und kann auf Dauer sowohl das Privatleben als auch die eigene Gesundheit spürbar belasten.Sie verlangt außerdem eine hohe Bereitschaft, sich immer wieder auf spät wechselnde Arbeitszeiten einzustellen. Nach der europäischen NEXT-Studie, ausgewertet von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), erwogen 18,4 % der befragten Pflegekräfte in Deutschland mehrfach monatlich einen Berufsausstieg, überdurchschnittlich oft jüngere und höher qualifizierte Beschäftigte. Eine Studie der Alice Salomon Hochschule Berlin aus dem Jahr 2022 kommt zu einem ähnlichen Bild: 40 % der befragten Pflegenden denken mindestens monatlich daran, den Beruf zu verlassen, ein Drittel möchte die Arbeitszeit reduzieren. Prof. Dr. Johannes Gräske sieht darin vor allem ein Missverhältnis zwischen hoher Belastung und geringer Anerkennung.  Der Ausstieg aus der Pflege ist dabei selten die einzige Antwort auf diese Probleme. Viele Pflegefachkräfte bleiben im Beruf und wechseln stattdessen in eines von sieben Tätigkeitsfeldern, die ein besseres Maß an Planbarkeit für Beruf und Privatleben bieten, ganz ohne klassischen Schichtdienst.

Weg 1: Pflegeberatung nach § 7a SGB XI

Pflegeberater unterstützen Pflegebedürftige und Angehörige bei Anträgen, Leistungen, der Organisation der Versorgung sowie der Dokumentation von Beratungseinsätzen. Die Beratung findet überwiegend zu Bürozeiten statt, telefonisch, per Hausbesuch oder digital, statt im Drei-Schicht-System. Als examinierter Krankenpfleger oder Altenpfleger bringst Du dafür bereits die fachliche Grundqualifikation mit. Grundlage der Tätigkeit ist der gesetzliche Beratungsanspruch nach § 7a SGB XI, den Pflegekassen als Teil der gesetzlichen Krankenkassen sowie private Pflegeversicherungen erfüllen müssen. Damit ist Pflegeberatung keine Kür, sondern eine gesetzlich verankerte Aufgabe mit entsprechend stabiler Nachfrage. Typische Arbeitgeber sind neben Krankenkassen auch Pflegestützpunkte, ambulante Pflegedienste und Krankenhäuser, alternativ ist auch eine selbstständige Tätigkeit als Pflegeberater möglich. Die passende Weiterbildung dazu ist die Weiterbildung zum zum Pflegeberater nach § 7a SGB XI der Fernakademie für Gesundheitsberufe, inklusive aktueller Pflegegesetzesänderungen:
  • Staatlich zugelassen (ZFU-Zulassungsnummer 7441923)
  • Dauer: rund 10 Monate, berufsbegleitend
  • Kosten: ab 1.890 €
  • Über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit (AZAV) förderbar
  • Alternativ auch über das Qualifizierungschancengesetz (QCG) förderbar, unabhängig davon, ob der Wunsch nach der Weiterbildung von Dir oder Deinem Arbeitgeber ausgeht: Die Agentur für Arbeit übernimmt je nach Betriebsgröße bis zu 100 % der Lehrgangskosten und bezuschusst zusätzlich das Arbeitsentgelt während der Weiterbildungszeit. Für Arbeitgeber bedeutet das, Pflegefachkräfte praktisch ohne Eigenkosten zu qualifizieren und langfristig zu binden, für Dich als Lernender, dass Du die Weiterbildung neben Deinem bestehenden Job absolvieren kannst, ohne dafür kündigen oder in Vorleistung gehen zu müssen. Der Antrag läuft in der Regel über Deinen Arbeitgeber, eine frühzeitige Abstimmung lohnt sich.
Empfehlung: Pflegeberater nach § 7a SGB XI inklusive § 37.3 SGB XI Wer sich gleich umfassend aufstellen möchte, ist mit dem Kombi-Lehrgang Pflegeberater nach § 7a SGB XI inklusive § 37.3 SGB XI der Fernakademie für Gesundheitsberufe besser beraten. Er vereint die umfassende Fallsteuerung nach § 7a SGB XI mit der praxisnahen Vertiefung für häusliche Beratungseinsätze nach § 37.3 SGB XI und berücksichtigt bereits aktuelle Pflegegesetzesänderungen und punktet mit hoher Flexibilität beim Lerntempo.
Vier Personen sitzen an einem Tisch in einem Beratungsraum; eine schreibt Notizen, im Hintergrund steht „Pflegestützpunkt“ an der Wand.
Unsere Empfehlung
Pflegeberater nach § 7a SGB XI inklusive § 37.3 SGB XI
11 Monate
1.999,00 €
Kurzüberblick Pflegeberater nach § 7a SGB XI inklusive § 37.3 SGB XI 
  • Gesamtdauer rund 11 Monate (10 Monate für den § 7a-Teil, 1 Monat für den § 37.3-Teil), Start jederzeit möglich, 100 % flexibel ohne Präsenzpflicht 
  • Kosten ab 1.999 € statt 2.089 € (rund 4 % Rabatt im Bundle), zwei separate Akademie-Zertifikate am Ende 
  • Staatlich geprüft und zugelassen unter den ZFU-Zulassungsnummern 7441923 und 7591026, der § 7a-Teil ist zusätzlich im Fernstudien-DQR-Register (FstDQR-0233) eingetragen und auf DQR-Stufe 5 eingestuft 
  • 40 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender (RbP) anrechenbar 
  • Voraussetzung ist eine pflegerische oder soziale Grundqualifikation plus mindestens ein Jahr Berufserfahrung; ohne direkte Pflegepraxis lässt sich das über ein neuntägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung nachholen 
  • Nur der § 7a-Teil ist aktuell AZAV-anerkannt und damit über den Bildungsgutschein förderbar, der § 37.3-Teil derzeit nicht
Wer stattdessen nur die Kernqualifikation benötigt, findet die Einzelvariante bei der Weiterbildung Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
Pflegeexperte Thomas Nöllen
Einen ersten Einstieg ins Thema bietet der Blogartikel Pflegeberater Quereinsteiger: Alles, was Du wissen musst Die konkreten Zulassungsvoraussetzungen für den Ausstieg aus dem Schichtdienst in die Pflegeberatung erläutert Thomas Nöllen, Geschäftsbereichsleiter Pflegemanagement bei der spectrumK GmbH, im Podcast „PflegePerspektiven" der Fernakademie für Gesundheitsberufe.

Weg 2: Tagespflege

 In der Tagespflege werden Bewohner beziehungsweise Pflegebedürftige ausschließlich tagsüber betreut und abends wieder nach Hause oder in die häusliche Umgebung gebracht. Nachtschichten entfallen dadurch grundsätzlich. Die Einrichtungen arbeiten meist mit festen Öffnungszeiten, etwa von 8 bis 17 Uhr, an Werktagen, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit. Für Pflegefachkräfte, die Familie und Beruf besser vereinbaren wollen, ist das ein spürbarer Vorteil gegenüber dem Drei-Schicht-System im Krankenhaus oder in der stationären Altenpflege. Ein formaler Zusatzabschluss ist für den Wechsel meist nicht zwingend, praktische Erfahrung in der Grundpflege reicht in vielen Einrichtungen aus. Wer eine Tagespflegeeinrichtung später selbst leiten möchte, findet dafür die Weiterbildung Tagespflegeeinrichtungen erfolgreich leiten der Fernakademie für Gesundheitsberufe.

Weg 3: Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

 Qualitätsbeauftragte in der Pflege prüfen und dokumentieren Pflegeprozesse, entwickeln Standards weiter und bereiten Einrichtungen auf Prüfungen des Medizinischen Dienstes vor. Die Tätigkeit ist administrativ geprägt und findet zu regulären Arbeitszeiten statt, ganz ohne Nachtschicht.
Drei Personen in Arbeitskitteln stehen in einem hellen Laborraum und betrachten gemeinsam Unterlagen auf einem blauen Klemmbrett.
Unsere Empfehlung
Qualitätsbeauftragter im GesundheitswesenStärke Deine Kompetenz, um Qualitätsziele in der Pflege zu planen, umzusetzen sowie zu dokumentieren und den Standard in Deiner Einrichtung nachhaltig zu sichern.
6 Monate
1.014,00 €
Unsere Empfehlung: Qualitätsbeauftragter im Gesundheitswesen Die Weiterbildung Qualitätsbeauftragter im Gesundheitswesen richtet sich an Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten Ausbildung in Pflege oder Gesundheitswesen und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Reha-Kliniken oder ambulanten Pflegediensten.  
  • Der ZFU-zertifizierte Fernlehrgang besteht aus mehreren Lehrheften, dauert rund 6 Monate bei einem wöchentlichen Aufwand von etwa 4 bis 6 Stunden und schließt mit einem Abschlusszertifikat ab.
  • Wie bei den anderen Fernlehrgängen der Fernakademie lässt sich die Weiterbildung in Teilzeit und im individuellen Lerntempo neben dem Beruf absolvieren.
  • Vermittelt werden unter anderem die Konzeption individueller Qualitätsziele, die Dokumentation von Qualitätsprozessen im Team und die Vorbereitung auf externe Audits.
  • Optional lässt sich der Lehrgang um ein IHK-Zusatzmodul ergänzen. Alle Details zur Weiterbildung Qualitätsbeauftragter im Gesundheitswesen findest Du auf der entsprechenden Seite direkt bei der Fernakademie für Gesundheitsberufe. 
Wer sich langfristig in Richtung Führungsposition, etwa als Pflegedienstleitung, orientieren möchte, profitiert von dieser Qualifikation zusätzlich, da Qualitätsmanagement in vielen Einrichtungen zu den Kernaufgaben leitender Positionen zählt.

Weg 4: Anästhesie und Endoskopie in ambulanten Zentren

 Wichtig zur Einordnung: Im Krankenhaus, vor allem in Unikliniken und größeren Häusern, gehören Bereitschaftsdienste und Drei-Schicht-Systeme in Anästhesie, Operationsdienst und erst recht in der Intensivpflege meist weiterhin zum Alltag, da Notfälle rund um die Uhr versorgt werden müssen. Wer wirklich ohne Schichtdienst arbeiten möchte, findet planbarere Arbeitszeiten eher in ambulanten OP-Zentren, bei Praxen ambulanter Operateure oder in Endoskopiezentren: Dort werden ausschließlich geplante Eingriffe durchgeführt, üblicherweise zwischen 8 und 17 Uhr, ganz ohne Nachtdienst oder Notfallbereitschaft. Die entsprechende Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege dauert in der Regel zwei Jahre und baut auf dem Fachwissen aus der Ausbildung als Pflegefachkraft auf. Sie qualifiziert sowohl für den klinischen Schichtdienst als auch für die schichtfreie Tätigkeit im ambulanten Bereich, der eigentliche Ausstieg aus dem Schichtdienst gelingt dann über den gezielten Wechsel in ein ambulantes Zentrum. Laut Medi-Karriere liegt das Einstiegsgehalt für Fachkrankenpfleger in der Intensivpflege und Anästhesie bei rund 3.500 € brutto im Monat, andere Gehaltsanalysen nennen Einstiegswerte bereits ab 3.300 € brutto. Diese Werte beziehen sich überwiegend auf klinische Stellen inklusive Zulagen für Schicht- und Bereitschaftsdienst, im ambulanten Zentrum ohne diese Zulagen kann das Gehalt entsprechend niedriger ausfallen. Alternativ übernehmen manche Fachkrankenpfleger auch Assistenztätigkeiten in Facharztpraxen und betreuen Patientinnen und Patienten dort während regulärer Praxisöffnungszeiten.

Weg 5: Verwaltung und Pflegedienstleitung

 Wer in die Verwaltung wechselt, zum Beispiel als Pflegedienstleitung, in die Belegungsplanung oder ins Personalmanagement einer Einrichtung, arbeitet üblicherweise zu regulären Bürozeiten ohne Nachtschicht. Für viele ist das ein logischer nächster Schritt in der eigenen Karriere, wenn der Wunsch nach mehr Planbarkeit größer wird als die Bereitschaft, weiter im Drei-Schicht-System zu arbeiten. Diese Rollen setzen meist mehrjährige Berufserfahrung in der Pflege sowie eine Zusatzqualifikation im Bereich Pflegemanagement oder Führung voraus. Wer noch keine Führungserfahrung mitbringt, startet oft zunächst in der Assistenz der Pflegedienstleitung, bevor die eigenständige Verwaltungsrolle folgt.  Für den Einstieg ins Personalmanagement bietet die Fernakademie für Gesundheitsberufe die Weiterbildung Personalmanagement an, ein 8-monatiger Fernlehrgang mit optionalem IHK-Zusatzzertifikat. Auch hier zahlt sich eine Qualifikation im Qualitätsmanagement aus, da Verwaltungsrollen in der Pflege zunehmend mit Qualitätsverantwortung verknüpft sind. Die pflegerische Berufung geht dabei nicht verloren, sie verlagert sich lediglich von der direkten Versorgung hin zur Organisation guter Versorgung für andere.
Pflegefachkraft im Büro übernimmt Verwaltungsaufgaben ohne Nachtschicht

Weg 6: Ambulante Pflege statt stationäre Pflege

 Ambulante Pflegedienste bieten im Vergleich zur stationären Pflege häufig mehr Planbarkeit: feste Touren, klar definierte Einsatzzeiten und in vielen Fällen der Verzicht auf durchgehenden Nachtdienst. In vielen Diensten lässt sich der eigene Dienstplan zudem stärker mitgestalten als im starren Schichtsystem größerer Kliniken. Dienste an Wochenenden können zwar weiterhin anfallen, das Ausmaß an Nachtschichten ist aber in der Regel geringer als im Krankenhaus oder in der stationären Langzeitpflege. Gleichzeitig lernst Du die individuellen Bedürfnisse Deiner Patienten in ihrem eigenen Zuhause oft noch genauer kennen als im stationären Alltag. Ein Wechsel ist meist ohne Zusatzqualifikation möglich, da die Ausbildung als Pflegefachkraft für die ambulante Pflege direkt anerkannt wird. Wer später die Leitung eines ambulanten Pflegedienstes anstrebt, findet dafür die Weiterbildung Management von ambulanten Pflegediensten der Fernakademie für Gesundheitsberufe.

Weg 7: Pflegefachliche Begutachtung

 Pflegefachliche Gutachterinnen und Gutachter, etwa beim Medizinischen Dienst oder bei privaten Pflegeversicherungen, prüfen Pflegegrade und Versorgungsbedarf vor Ort oder telefonisch. Die Tätigkeit ist stark bürogeprägt und bietet oft flexible Bürozeiten sowie planbare Arbeitszeiten ohne Nachtschicht, mit der Möglichkeit, Menschen in schwierigen Lebenslagen professionell zu begleiten. Der Einstieg setzt in der Regel mehrjährige Berufserfahrung in der Pflege sowie je nach Arbeitgeber eine Zusatzqualifikation im Bereich Begutachtung oder Case-Management voraus. Die Fernakademie für Gesundheitsberufe bietet dafür die Weiterbildung Case Management in Pflegeeinrichtungen an, eingestuft auf DQR-Stufe 6, mit einer Dauer von rund 12 Monaten und Kursgebühren ab 1.890 €. Wer sich in dieser Rolle in der Lage sieht, komplexe Versorgungssituationen zu koordinieren, leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit vieler Menschen.
Gruppe von Personen in Kitteln und OP-Kleidung steht zusammen in einem hellen medizinischen Umfeld.
Unsere Empfehlung
Case Management in PflegeeinrichtungenEntfalte Dein Know-how, um Pflegeprozesse abteilungsübergreifend zu koordinieren, Versorgungsabläufe zu optimieren und als Case Manager die Pflegequalität gezielt zu sichern.
12 Monate
1.890,00 €

Vergleich der sieben Wege auf einen Blick

 Die folgende Übersicht zeigt alle sieben Optionen auf einen Blick, inklusive der wichtigsten Voraussetzungen für den Einstieg.
WegNachtschicht üblichTypischer Einstieg
1. Pflegeberatung (§ 7a SGB XI)NeinZusatzqualifikation Pflegeberatung
2. TagespflegeNeinDirekter Wechsel möglich
3. QualitätsmanagementNeinWeiterbildung Qualitätsbeauftragter
4. Anästhesie und Endoskopie in ambulanten ZentrenNein, in Kliniken dagegen häufigZweijährige Fachweiterbildung plus Wechsel ins ambulante Zentrum
5. Verwaltung / PflegedienstleitungNeinBerufserfahrung plus Führungsqualifikation
6. Ambulante PflegeTeilweise reduziertDirekter Wechsel möglich
7. Pflege-fachliche BegutachtungNeinBerufserfahrung, ggf. Zusatzqualifikation

Checkliste: So gelingt der Wechsel aus dem Schichtdienst

 
  • Zielbereich festlegen: Welcher der sieben Wege aus dem Schichtdienst passt zu Deinen Interessen, Deiner Berufserfahrung und Deiner gewünschten Work-Life-Balance? 
  • Voraussetzungen prüfen: Reicht Deine bestehende Berufserfahrung, oder brauchst Du eine Weiterbildung wie die Pflegeberater-Weiterbildung nach § 7a SGB XI oder die Weiterbildung zur Qualitätsbeauftragten? 
  • Förderung klären: Ist die passende Weiterbildung über den Bildungsgutschein (AZAV) förderbar, oder trägst du die Kosten für die Weiterbildung selbst? Bist Du bereits sozialversicherungspflichtig beschäftigt, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf das Qualifizierungschancengesetz (QCG), das Weiterbildungen unabhängig von Arbeitslosigkeit fördert. Einen Überblick über beide Förderwege bietet die Seite Förderung für Deine Weiterbildung in Gesundheitsberufen der Fernakademie für Gesundheitsberufe. 
  • Zeitrahmen einplanen: Die meisten Weiterbildungen für den Ausstieg aus dem Schichtdienst dauern zwischen 6 und 12 Monaten und lassen sich berufsbegleitend absolvieren. 
  • Praktische Lücken schließen: Fehlt direkte Pflegepraxis? Dann lässt sich das bei manchen Weiterbildungen über ein kurzes Praktikum nachholen. 
  • Stellenmarkt sondieren: Sichte frühzeitig Stellenangebote in der Pflege ohne Schichtdienst bei Krankenkassen, Pflegestützpunkten oder in der Verwaltung, um realistische Einstiegschancen einzuschätzen.

Häufige Fragen

 Muss ich für einen Wechsel meine Ausbildung als Pflegefachkraft aufgeben? Nein. Alle sieben Wege bauen auf der bestehenden Ausbildung auf und ergänzen sie um eine Zusatzqualifikation, statt sie zu ersetzen. Wie lange dauert die Weiterbildung zum Pflegeberater bei der Fernakademie für Gesundheitsberufe? Der Fernlehrgang nach § 7a SGB XI dauert laut aktueller Kursübersicht rund 10 Monate und lässt sich komplett berufsbegleitend mit individuell verlängerbarer Studienzeit absolvieren. Wer die Kombi-Weiterbildung inklusive § 37.3 SGB XI wählt, sollte rund 11 Monate einplanen. Da es sich um ein Fernstudium im eigenen Lerntempo handelt, lässt sich die Weiterbildung bei entsprechendem Zeiteinsatz grundsätzlich auch schneller abschließen, am besten sprichst du das individuelle Tempo direkt mit der Fernakademie ab. Wie lange dauert die Weiterbildung zur Qualitätsbeauftragten oder zum Qualitätsbeauftragten im Gesundheitswesen? Die Weiterbildung dauert rund 6 Monate bei einem wöchentlichen Zeitaufwand von 4 bis 6 Stunden. Wird eine Weiterbildung in der Pflege gefördert? Viele Weiterbildungen, darunter die Pflegeberater-Weiterbildung der Fernakademie für Gesundheitsberufe, sind über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit (AZAV) oder das Qualifizierungschancengesetz förderfähig. Die konkrete Förderfähigkeit hängt vom jeweiligen Lehrgang und den persönlichen Voraussetzungen ab. Verdiene ich in einem Bereich ohne Schichtdienst weniger? Nicht zwangsläufig. Schichtzulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit entfallen zwar, viele Bereiche ohne Schichtdienst wie Pflegeberatung oder Qualitätsmanagement setzen aber eine Zusatzqualifikation voraus, die sich langfristig im Gehalt niederschlagen kann. Was passiert, wenn mir die Beratungstätigkeit doch nicht liegt? Da die Grundqualifikation als Pflegefachkraft erhalten bleibt, ist ein Rückwechsel in die direkte Patientenversorgung jederzeit möglich. Ein Jobsplitting zwischen direkter Patientenversorgung und administrativen Tätigkeiten wie Beratung oder Qualitätsmanagement ist bei vielen Arbeitgebern ebenfalls möglich, so lässt sich ausprobieren, welche Mischung am besten passt. Wo finde ich Jobs und Stellenangebote in diesen Bereichen? Stellenangebote für Krankenpfleger ohne Schichtdienst finden sich unter anderem bei Pflegekassen, Pflegestützpunkten, dem Medizinischen Dienst, in Facharztpraxen sowie direkt auf den Karriereseiten von Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Auch auf großen Jobportalen wie der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Indeed oder StepStone sowie auf spezialisierten Pflegeportalen wie pflegen-online.de lässt sich gezielt nach Stellen "ohne Schichtdienst" oder im Tagdienst filtern. Wer eine passende Weiterbildung abgeschlossen hat, muss auf eine Rückmeldung zu einer offenen Stelle meist nicht lange warten, da qualifiziertes Personal im gesamten Pflegebereich gesucht wird. Bei Fragen zu einzelnen Kursen kannst du der Fernakademie für Gesundheitsberufe außerdem jederzeit eine Nachricht schreiben. Ist ein Wechsel auch als Berufseinsteiger möglich? Die meisten Zusatzqualifikationen setzen eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft und oft erste Berufserfahrung voraus. Ein direkter Einstieg ohne Grundausbildung ist in der Regel nicht möglich. Was verdient man als Pflegeberater nach § 7a SGB XI ohne Schichtdienst? Eine genaue, einheitliche Zahl gibt es nicht, da die Vergütung stark von Arbeitgeber und Region abhängt. Als Orientierung gilt: examinierte Pflegefachkräfte verdienen laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median 4.329 € brutto im Monat, spezialisierte Beratungsrollen ohne Schichtdienst bewegen sich meist in einer ähnlichen Größenordnung. Hinweis: Entgeltatlas-Werte aktualisieren sich jährlich. Den aktuellen Stand kannst Du auf der verlinkten Seite prüfen. 

Fazit

 Pflege ohne Schichtdienst ist kein Widerspruch, sondern in mindestens sieben anerkannten Bereichen bereits Alltag: Pflegeberatung, Tagespflege, Qualitätsmanagement, ausgewählte Funktionsdienste, Verwaltung, ambulante Pflege und pflegefachliche Begutachtung bieten planbare Arbeitszeiten, ohne dass die pflegerische Fachkompetenz aufgegeben werden muss. Der Weg dorthin führt fast immer über eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation, nicht über einen kompletten Neustart. Nicht jeder dieser sieben Wege passt zu jeder Lebenssituation, aber für die Berufung Pflege gibt es damit deutlich mehr Karriereoptionen, als der klassische Drei-Schicht-Betrieb vermuten lässt. Wer sich für eine Fortbildung bei der Fernakademie für Gesundheitsberufe entscheidet, kann diesen Wechsel gezielt vorbereiten: Von der Pflegeberatung über Qualitätsmanagement bis hin zu Case Management oder der Leitung von Tagespflege- und ambulanten Einrichtungen bietet die Fernakademie für Gesundheitsberufe für nahezu jeden der sieben Wege eine passende, staatlich zugelassene Weiterbildung an. Die Fernlehrgänge sind ZFU-zertifiziert beziehungsweise IHK-zertifiziert, berufsbegleitend absolvierbar und bauen direkt auf der bestehenden Pflegeausbildung auf.
Siegel FEG 2026 Tuev / Tüv
Die Fernakademie für Gesundheitsberufe wurde dafür vom TÜV Saarland mit der Gesamtnote „sehr gut" (1,7) bewertet, 83,1 % der Teilnehmenden würden die Kurse weiterempfehlen

Weiterführende Blogartikel

Über den Autor

Kathlen Eisenmenger - Ernährungsberaterin und Greator Life Coach
Kathlen EisenmengerGanzheitliche Ernährungsberaterin & Greator Life Coach
Kathlen Eisenmenger begleitet seit 2022 Menschen dabei, ihre Ernährung individuell anzupassen, Entzündungsprozesse zu reduzieren und wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln. Als ganzheitliche Ernährungsberaterin und Greator Life Coach liegt ihr Schwerpunkt auf Darmgesundheit und entzündungsbezogenen Beschwerden. In ihrer Arbeit verbindet sie fundiertes Ernährungswissen mit Mindset-Arbeit sowie alltagstauglichen Strategien für nachhaltige Veränderungen. Als Autorin für die Fernakademie für Gesundheitsberufe schreibt sie regelmäßig über aktuelle Themen rund um Ernährung, Gesundheit und ganzheitliches Wohlbefinden.
Qualifikationen
Ganzheitliche Ernährungsberaterin
Greator Life Coach
Soziale Profile